Artikel | 02/08/2024 07:36:51 | 5 min Lesezeit

Eine neue Sicht auf Sperrholz

Sara Steensig

Redakteurin, Tulus

Jesper Kjærgaards Aufräumprojekt in der Corona-Zeit wurde zum YouTube-Phänomen und inspirierte Menschen auf der ganzen Welt, mit Holz zu arbeiten. Vor Kurzem entdeckte der dänische Holzenthusiast nachhaltiges Sperrholz für sich, mit dem er originelle Designs und ungewöhnliche Ideen verwirklichen kann.

“Jesper ist ein ganz normaler Typ, der sich während des Corona-Lockdowns dachte, 'Ich muss irgendetwas tun'“, lächelt Jesper Kjærgaard. Er ist der Mann hinter dem YouTube-Kanal Jesper Makes, auf dem er seit dem Frühjahr 2020 “mit Holz rumspielt“. 

Was als Zeitvertreib begann, ist für Jesper nun zum Beruf geworden. Sein YouTube-Kanal hat mittlerweile fast 200.000 Abonnenten. “Das hätte ich nie erwartet, es hat sich einfach so ergeben“, meint er. 

Menschen aus aller Welt sehen begeistert zu, wenn Jesper über seinen Bauernhof in Dänemark spaziert und aus alten Paletten oder umgestürzten Bäumen vom Grundstück seines Nachbarn stilvolle, künstlerische Möbel baut.  

Es läuft nicht immer alles wie geplant, aber das gehört zum Charme von Jespers Kanal. “Wenn man als Laie einfach loslegt, läuft manchmal was schief, aber deswegen sind die Videos nicht weniger unterhaltsam“, erklärt er. 

Jesper hat keine Design- oder Handwerksausbildung, doch sein Mut und seine Kreativität haben Menschen auf der ganzen Welt inspiriert, etwas aus Holz zu bauen. 

“In vielen Kommentaren sehe ich, dass Menschen auch über das Thema hinaus dazu inspiriert werden, neue Ideen zu entwickeln und etwas auszuprobieren“, erzählt Jesper, der nach drei Jahren mit Paletten als Hauptwerkstoff dringend nach Abwechslung suchte. Nun hat er hochwertiges WISA-Sperrholz für sich entdeckt, mit dem er sich nun näher beschäftigen möchte. 

 
 

Eine tief verwurzelte Liebe für Holz

Jesper war schon immer fasziniert von Holz. 

“Allein der Geruch, wenn man Feuerholz hackt! Der würzige Geruch eines Eichenholzscheits oder der süße Duft von Kiefernholz im Sägewerk.“ 

Jesper ist von dem Gedanken begeistert, mit einem Baumaterial zu arbeiten, das Menschen schon seit der Antike verwenden. “Ich finde es faszinierend, dass die Wikinger mit ihren Äxten und anderen Werkzeugen fantastische Schiffe bauen konnten“, erklärt er. Wie er hinzufügt, betrieben die Wikinger auch gewissenhaft Recycling. Sie reparierten die Wracks von Wikingerschiffen, bis sie wieder seetauglich waren. Fast wie Jesper mit seinen Paletten. 

“Palettenholz ist ein Material, dass mir Spaß macht. Weil Paletten oft dort gebaut werden, wo sie zum ersten Mal zum Einsatz kommen, hat man plötzlich Paletten von allen möglichen ungewöhnlichen Orten auf der ganzen Welt!“ 

Zu seinen Lieblingskreationen zählt das allererste Palettenprojekt, ein Gartentisch, der jetzt in seinem Gewächshaus steht. Der Couchtisch aus Palettenabfällen und Epoxidharz war auf YouTube ein großer Hit, ebenso wie ein großer Schreibtisch aus Walnussholz und Palettenklötzen, der bei seinen Abonnenten ebenfalls gut ankam.

 
 

Sperrholz neu gedacht

Jesper empfindet die Arbeit mit Holz als einfach und anspruchsvoll zugleich. 

“Man kann es mit einfachen Werkzeugen bearbeiten, aber das ist nicht ganz einfach, weil das Holz sich an seine Umgebung anpasst. Plötzlich hat sich die Größe eines Holzstücks verändert und es ist nicht mehr flach“, erzählt Jesper, der diese Lektionen auf harte Tour lernen musste. Palettenholz ist unberechenbar und kein Material, das er Anfängern empfehlen würde. 

Zu Beginn hatte Jesper jedoch nur Paletten, und nachdem seine eigenen Vorräte aufgebraucht waren, rief er Unternehmen an, die neben gartis Paletten auch andere Verpackungsmaterialien abgaben - z. B. Sperrholzkisten. Aus dem Sperrholz baute Jesper seine Werkstatt und zuletzt auch eine wunderschöne Lampe in Form eines Kiefernzapfens. Damit war sein Interesse an Sperrholz geweckt. 

“Die Arbeit mit Sperrholz ist weniger aufwändig. Es ist relativ stabil und kann sich nicht allzu stark ausdehnen oder zusammenziehen. Es ist einfach zu verarbeiten und sehr langlebig.“ 

So hat Jesper zum Beispiel seiner Frau versprochen, die fast 20 Jahre alte Küche der Familie zu modernisieren. Erst versuchte er es mit Palettenholz, aber das war nicht stabil genug. Deshalb steigt er jetzt auf Sperrholz um. Darüber hinaus sprudelt er schon vor Ideen für weitere Sperrholzmöbel. Die Familie baut gerade eine Selbstversorgerhütte, die überwiegend aus Recyclingmaterial bestehen soll. Wände und Decken werden jedoch aus WISA-Sperrholz bestehen.

 
 

Hauptsache nachhaltig

Jesper und seine Familie tun ihr Bestes, um so nachhaltig wie möglich zu leben: Sie kaufen Kleidung im Second-Hand-Laden und ernähren sich hauptsächlich aus ihrem Garten. Deshalb nutzt er auch leidenschaftlich gerne Recyclingholz und achtet bei neu gekauften Holzprodukten darauf, dass sie aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen. Das macht UPM Plywood zur perfekten Wahl für Jesper Makes. 

“Ich glaube, dass UPM Plywood und ich dieselben Prinzipien in puncto Umweltschutz und Nachhaltigkeit verfolgen“, meint Jesper und erzählt dann, dass er plant, im nächsten Frühjahr eines der Sperrholzwerke von UPM in Finnland zu besuchen. “Darauf freue ich mich schon!“ 

Die alten Sperrholzkisten, die Jesper bisher verarbeitet hat, waren von sehr schlechter Qualität. Jetzt freut er sich über die ersten Lieferungen von WISA-Fichtensperrholz für das Hüttenprojekt und WISA-Birke für die Küche und seine weiteren Ideen. 

“Auf meinem Kanal gibt es ein Video mit dem Titel ‚So hast du Holz noch nie erlebt‘. Ich hoffe, dass ich in einem Jahr eines mit dem Titel ‚So hast du Sperrholz noch nie erlebt‘ machen kann. 

Folgen Sie Jesper auf seiner Entdeckungsreise mit hochwertigem WISA-Sperrholz auf seinem YouTube-Kanal Jesper Makes.

 
Serco und UPM Plywood: Innovationen durch nachhaltige Qualität
Artikel | 4 min

Serco und UPM Plywood: Innovationen durch nachhaltige Qualität

Mehr erfahren
Auswirkungen der EU-Verordnungen auf den Holzbau
Artikel | 10 min

Auswirkungen der EU-Verordnungen auf den Holzbau

Mehr erfahren
Design frisch aus dem Ofen
Artikel | 5 min

Design frisch aus dem Ofen

Mehr erfahren