WISAPLYWOOD

Umwandlung von Abfällen in Rohstoffe und Energie

Artikel 22.4.2020 11:00 EEST

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In den Sperrholzwerken von UPM in Finnland fallen praktisch keinerlei Deponieabfälle an. Das bedeutet, dass alle in den Werken erzeugten Produkte als Rohstoffe oder energetisch genutzt werden.  

 

Nach Angaben der Umweltmanagerin von UPM Plywood Sanna Kontinen, will das Unternehmen bis 2030 in allen Werken diesen Status erreichen. 

„Unser Ziel auf Unternehmensebene ist es, Deponieabfälle zu vermeiden. Recycling ist kein Problem, wenn wir es in unsere Routine integrieren“, erklärt Kontinen. 

Unsere finnischen Werke sind Spitzenreiter im Bereich Recycling, und das UPM Werk Otepää in Estland hat erhebliche Anstrengungen unternommen, um den Anfall von Deponieabfällen zu vermeiden. Auch das UPM Werk Chudovo in Russland sucht aktiv nach Möglichkeiten zur Wiederverwendung anfallender Nebenprodukte, doch lokal fehlen dort noch passende Anwendungen und stellen das Werk vor Herausforderungen. 

Die Optimierung von Recycling-Initiativen und das Ziel, Deponieabfälle zu vermeiden, sind Teil unserer ökologischen Verantwortung.  

Durch Recycling werden Rohstoffe eingespart 

Recycling steht nicht nur im Einklang mit den Wünschen unserer Kunden, sondern wird auch durch die finnischen Abfallgesetze und die daraus resultierende Abfallhierarchie gesteuert. Gemäß der Gesetzeslage besteht das primäre Ziel darin, keine Abfälle zu erzeugen. Wenn jedoch Abfälle entstehen und nicht wiederverwendet werden können, sollten sie als Rohstoffe genutzt werden. Beispielsweise können gebrauchte Verpackungsmaterialien zu Karton oder Kunststoff recycelt werden, sodass sie als Rohstoffe wiederverwendet werden können.  

Wenn Abfälle nicht als Rohstoffe genutzt werden können, sollten sie energetisch verwendet werden. Aussortierte Nebenprodukte können als ökologische Brennstoffe genutzt werden, die den Bedarf an fossilen Brennstoffen reduzieren. Das Verbrennen von Nebenprodukten zur Energieerzeugung sollte jedoch die letzte Option sein. 

Das Abfallmanagement entwickelt sich weiter; selbst mit Sand verunreinigte Rindenabfälle werden nun akzeptiert 

Sobald die Produktionsnebenströme genutzt werden, fallen in den Werken ähnliche Abfälle an wie in Haushalten. Sauberes Papier und sauberer Karton werden zur weiteren Verarbeitung gesammelt, während brennbare Abfälle für die Energiegewinnung aussortiert werden. Metall, Bioabfälle und Sondermüll werden separat gesammelt. Saubere Holzabfälle werden zerkleinert und zur Energieerzeugung in den Werken verwendet. 

„In bestimmten Werken werden saubere Kunststoffverpackungen bereits separat gesammelt und die Materialien gehen in die Wiederaufbereitung. Dies ist ein hervorragendes Beispiel für die kontinuierlichen Verbesserungen im Abfallmanagement“, sagt Kontinen. 

In den letzten Jahrzehnten haben das Recycling und die Wiederverwendung von Abfällen zur Energiegewinnung deutlich zugenommen. Auch sonst wurden große Fortschritte auf diesem Gebiet gemacht. Kontinen zufolge werden Deponieabfälle durch mehrere Faktoren vermieden: mehr Akzeptanz für Recycling, Entwicklung der Technologien und Änderungen in der Gesetzgebung. 

Früher konnten wir mit Sand verunreinigte Rindenabfälle nicht nutzen. Jetzt wird diese sandige Rinde zerkleinert und anschließend kann sie als Mulch im Landschaftsbau oder zur Förderung der Entwicklung von organischen Stoffen in Feldern verwendet werden“, sagt Kontinen. 

Die in Kraftwerken entstehende Asche wird beispielsweise zur Errichtung von Forststraßen von UPM und als Dünger in Wäldern und auf Feldern verwendet. 

Weniger Verpackungen bringen auch Vorteile für Kunden mit sich 

Verpackungen an sich und das Sammeln von Kunststoffverpackungen bedürfen einer kontinuierlichen Weiterentwicklung. Durch die Auswahl des von uns verwendeten Kunststofftyps können wir steuern, ob recyclingfähige oder brennbare Materialien anfallen. Laut Kontinen lohnt es sich nicht, Kunststoff zur Weiterverarbeitung über lange Strecken zu transportieren, da der Transport mehr Emissionen verursacht, als er Vorteile mit sich bringt. 

„Weniger Verpackungsmaterialien verringern auch den Aufwand für den Kunden“, erklärt Kontinen. 

 

Text: Anu Ritvanen 

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